Zum Inhalt springen
Glossar

Scheibennutfräser

Ein Scheibennutfräser ist eine kleine Kreissägescheibe auf einem Schaft, mit der du schmale Nuten seitlich in eine Werkstückkante fräst.

Ein Scheibennutfräser ist eine kleine Kreissägescheibe auf einem Schaft, mit der du schmale Nuten seitlich in eine Werkstückkante fräst.

Die Scheibe sitzt am Ende des Schafts und arbeitet quer zur Achse. Du führst die Maschine so, dass die Scheibe seitlich in die Kante eintaucht.

So funktioniert es in der Praxis

Typische Aufgaben sind Nuten für Federn bei Nut-und-Feder-Verbindungen, schmale Nuten für Flachdübel oder Einschnitte für dünne Einlagen wie Rückwände. Viele Scheibennutfräser haben ein Lager, das die Eintauchtiefe festlegt. Mit Distanzringen oder verschiedenen Scheiben lässt sich die Nutbreite anpassen, wenn der Hersteller das vorsieht. Die Höhenlage der Nut stellst du über die Maschine ein. Eine Anleitung für Verbindungen mit Flachdübeln findest du im Ratgeber Flachdübel mit der Oberfräse.

Ein häufiger Fehler ist die Erwartung, man könne mit der Scheibe tiefe Nuten fräsen. Die Tiefe ist durch den Radius der Scheibe und gegebenenfalls das Lager begrenzt. Wer mehr braucht, muss zu einem anderen Verfahren greifen. Außerdem arbeitet die kleine Scheibe nur bei sicherer Führung sauber: Eine Kante, die nicht flach auf der Auflage steht, führt schnell zu einer schiefen Nut. Fixiere das Werkstück deshalb gut und arbeite mit gleichmäßigem Vorschub.

Abgrenzung zum Nutfräser

Der Nutfräser fräst von oben in die Fläche, der Scheibennutfräser von der Seite in die Kante. Beide erzeugen eine Nut, haben aber verschiedene Einsatzorte und Grenzen.

Worauf du beim Kauf achten solltest

  • Prüfe, welche Nutbreiten sich mit dem Satz erzielen lassen und ob Zubehör wie Distanzringe enthalten ist.
  • Die Eintauchtiefe sollte zu deinen Verbindungen passen.
  • Der Fräser sollte sauber rundlaufen, da die Scheibe sonst unruhig schneidet.

Ein Überblick über passende Sortimente steht unter Fräser-Set für die Oberfräse.

Ein Beispiel: Du verbindest zwei Platten an der Kante mit einer eingelegten Feder. Mit der Scheibe fräst du in beide Kanten eine Nut auf gleicher Höhe, sodass die Feder in beide Teile greift. Der Trick liegt darin, dass du immer von derselben Plattenseite aus arbeitest. So gleichst du kleine Abweichungen in der Materialstärke aus, und die Teile schließen bündig ab. Probiere es zuerst an Reststücken.

Verwandte Begriffe

Redaktion Oberfräse Ratgeber

Wir vergleichen Oberfräsen, Kantenfräsen, Fräser und Zubehör auf Basis von Herstellerangaben, aktuellen Produktdaten und veröffentlichten Tests anderer Redaktionen. Eigene Labortests führen wir nicht durch – wie wir arbeiten, steht offen auf So vergleichen wir.

Zuletzt aktualisiert am 3. November 2026 · Zur Redaktion