Kurz & klar
Die Makita DRT50 ist eine bürstenlose Akku-Multifunktionsfräse für das 18-V-LXT-System mit Drehzahlen von 10.000 bis 30.000 min⁻¹ und Spannzangen für 6 und 8 mm. Sie arbeitet als Kantenfräse mit 40 mm Hub oder mit Oberfräsen-Modul mit 35 mm Hub. Akku und Ladegerät fehlen bei beiden Angeboten, die Versionen DRT50Z (Solo) und DRT50ZJX2 (Set) unterscheiden sich im Lieferumfang.
Die Makita DRT50 ist eine Akku-Multifunktionsfräse, die ein Modulkonzept mit dem 18-V-LXT-Akkusystem von Makita verbindet. Für alle, die bereits Makita-Akkus besitzen, ist sie interessant, weil sich die Anschaffung auf das Gerät beschränkt. Alle anderen müssen Akku und Ladegerät einkalkulieren, denn beide hier betrachteten Angebote werden ohne beides geliefert. Dieser Bericht folgt den Angaben von Makita und den Amazon-Listings und sagt dort „nicht angegeben“, wo Daten fehlen.
Zwei Angebote stehen im Fokus: das Solo-Gerät DRT50Z und das Set DRT50ZJX2. Bei beiden handelt es sich um dieselbe Maschine. Der Unterschied liegt im Lieferumfang.
Makita DRT50Z (Solo)
Ideal für: Kabellose Kanten- und Schablonenarbeit, wenn 18-V-LXT-Akkus vorhanden sind
- Spannung
- 18 V (LXT)
- Drehzahl
- 10.000–30.000 min⁻¹
- Spannzangen
- 6 und 8 mm
- Motor
- bürstenlos
- Bürstenloser Motor
- Konstantelektronik und Sanftanlauf
- Doppel-LED
- Akku und Ladegerät nicht enthalten
- Weniger Dauerleistung als Netzgeräte
Das Solo-Gerät in der Mittelklasse ist die günstigste Variante. Es lohnt sich vor allem, wenn du schon Makita-Akkus im Schrank hast. Ohne diese kommen Akku und Ladegerät als zusätzliche Kosten hinzu.
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Makita DRT50ZJX2 (Set)
Ideal für: Wer die Set-Ausführung mit Zubehör bevorzugt und den Lieferumfang geprüft hat
- Spannung
- 18 V (LXT)
- Spannzangen
- 6 und 8 mm
- Motor
- bürstenlos
- Variable Drehzahl, LED-Licht
- Set-Ausführung mit Zubehör (Umfang prüfen)
- Soft-Start
- Tiefentladeschutz
- Akku und Ladegerät nicht enthalten
- Preis in der oberen Mittelklasse
Das Set liegt preislich über dem Solo-Gerät. Welche Module genau enthalten sind, nennt der Amazon-Titel nicht. Makita führt auf der Produktseite Kantenfräs-, Oberfräsen- und Winkelmodul „je nach Version“. Prüfe deshalb den Lieferumfang im Angebot.
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Datenblatt: Makita DRT50
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Spannung / Akku-System | 18 V, LXT, Li-Ion |
| Motor | bürstenlos |
| Leerlaufdrehzahl | 10.000–30.000 min⁻¹ |
| Werkzeugaufnahme | 6 mm und 8 mm |
| Hubhöhe als Oberfräse | 0–35 mm |
| Hubhöhe als Kantenfräse | 0–40 mm |
| Eintauchtiefe | 0–40 mm |
| Gewicht inklusive Akku | 1,8–2,1 kg |
| Abmessungen (L × B × H) | 134 × 89 × 226 mm |
| Absauganschluss | Schlauch mit 32/37 mm Innen-/Außendurchmesser |
| Schallleistungspegel / Schalldruckpegel | 89 dB(A) / 81 dB(A) |
| Schwingung beim Nutfräsen in MDF | 4,5 m/s², Unsicherheit 1,5 m/s² |
| Elektronik | Drehzahlregelung, Konstantelektronik, Sanftanlauf, Tiefentladeschutz |
| Licht | LED-Arbeitslicht |
| Lieferumfang Akku/Ladegerät | nicht enthalten |
Quelle: Herstellerangaben (Makita Deutschland), Amazon-Produktbeschreibungen; Stand der Produktdaten siehe Box.
Akku-Kompatibilität: Welche Akkus und Ladegeräte passen?
Makita nennt auf der Produktseite folgende Akkus aus der LXT-Familie: BL1820B, BL1830B, BL1840B, BL1850B und BL1860B. Als Ladegeräte sind DC18SE, DC18RC, DC18SF, DC18RD und DC18SJ aufgeführt. Ein Akku-Adapter (ADP10) wird ebenfalls genannt. Die Zahl im Akku-Namen steht für die Kapazität in Amperestunden, etwa 5,0 Ah bei BL1850B. Je größer die Kapazität, desto länger hält ein Akku, aber desto schwerer wird die Maschine. Das ist bei einer Fräse relevant, denn der Akku sitzt am Gerät und bestimmt den Schwerpunkt.
Das Gewicht von 1,8 bis 2,1 kg gilt laut Makita inklusive Akku. Welcher Akku dabei zugrunde liegt, ist nicht angegeben. Rechne daher mit einer Spanne, die vom gewählten Akku abhängt.
Stärken und Grenzen nach den neun Kriterien
1. Leistung
Eine Wattzahl nennt Makita für die DRT50 nicht. Die Leistung ergibt sich aus der Akkuspannung und dem bürstenlosen Motor. Für Kanten, Fasen und Nuten in Möbelwerkstoffen ist das ausgelegt, Dauerfräsen mit großen Profilfräsern ist nicht ihr Terrain. Der Brushless-Motor arbeitet ohne Kohlebürsten, ist laut Listing auf Ausdauer und lange Lebensdauer ausgelegt und baut kompakter.
2. Spannzangen
6 und 8 mm sind verfügbar. Beide Spannzangen führt Makita als Ersatzteile unter eigenen Nummern. Eine 12-mm-Aufnahme existiert nicht, was bei einer kompakten Akkumaschine zu erwarten ist. Die Übersicht Spannzangen für 6, 8 und 12 mm erklärt, was das für die Fräserauswahl heißt.
3. Hubhöhe
40 mm als Kantenfräse und 35 mm mit Oberfräsen-Modul sind für Möbelbau und Kantenarbeit ausreichend. Für tiefe Nuten oder dicke Bohlen ist das knapp. Ein Beispiel: Wer 50-mm-Holz mit Nut versehen will, muss in mehreren Durchgängen arbeiten oder zu einem Netzgerät mit 55 mm Hub greifen.
4. Drehzahl und Elektronik
Die Drehzahl lässt sich über ein Stellrad regeln, laut Listing des Solo-Geräts sind außerdem Konstantelektronik und Sanftanlauf vorhanden. Die Konstantelektronik hält die Drehzahl bei Belastung, der Sanftanlauf verhindert einen ruckartigen Start. Ein Tiefentladeschutz schaltet das Gerät ab, wenn der Akku fast leer ist. Das schützt den Akku, kann aber mitten im Schnitt auftreten. Bei langen Nuten also lieber einen vollen Akku einsetzen. Wie hoch die Drehzahl für welchen Fräser sein sollte, rechnet das Tool Fräser-Drehzahlrechner aus.
5. Feinjustierung
Zur Tiefenverstellung nennt Makita keine Feinjustierung mit Skalenwert. Die Fremdurteile (siehe unten) führen die Tiefeneinstellung an einer Stelle als Schwachpunkt auf. Ich gebe das als Hinweis weiter, bewerte es aber nicht selbst. Wer Passungen auf Zehntelmillimeter braucht, sollte das vorab klären.
6. Basis-Optionen
Das Modulkonzept ist die Stärke der DRT50. Eine feste Basis für Kanten, ein Tauchmodul für Nuten in der Fläche und je nach Version ein Winkelmodul sorgen für Vielfalt. Eine Tauchbasis ist für Nuten und Ausschnitte sinnvoll, eine feste Basis für Kanten. Beide Varianten sind mit demselben Motor machbar.
7. Absaugung
Ein Absauganschluss für 32/37-mm-Schläuche ist vorhanden, Makita nennt außerdem einen Staubabsaugungsadapter als Zubehör. Beim Fräsen von MDF ist Absaugung wichtig. Ein Werkstattsauger mit passendem Schlauch gehört daher zur Grundausrüstung. Mehr dazu unter Oberfräse und Absaugung.
8. Zubehör ab Werk
Beim Solo-Gerät ist der Lieferumfang laut Listing nicht aufgeführt. Auch beim Set nennt der Amazon-Titel keine Einzelteile. Parallelanschlag und Absaugadapter nennt Makita als Teil der Gerätefamilie. Wie viele davon in deinem Angebot liegen, musst du im Angebot prüfen.
9. Gewicht und Handling
1,8 bis 2,1 kg mit Akku und die schlanke Bauform von 89 mm Breite erlauben Einhandführung. Ein Doppel-LED-Licht leuchtet die Schnittzone aus. Das Schwingungsniveau liegt beim Nutfräsen in MDF bei 4,5 m/s². Das ist ein herstellerseitig gemessener Wert, der bei längerer Arbeit eine Rolle spielt. Der Schallleistungspegel von 89 dB(A) macht Gehörschutz zur Pflicht.
Systemrechnung: Gerät plus Energie
Das Solo-Gerät liegt in der Mittelklasse. Dazu kommen mindestens ein Akku und ein Ladegerät aus dem LXT-System, die zusammen oft einen erheblichen Anteil der Gesamtkosten ausmachen. Dann ein Fräser-Set für den Start und gegebenenfalls ein Absaugschlauch. Wer das System komplett neu aufbaut, landet deshalb eher in der oberen Mittelklasse. Wer schon Makita-Akkus hat, bleibt bei den reinen Gerätekosten. Das ist der eigentliche Hebel dieser Maschine. Ein Netzgerät wie die Makita RT0702C ist ohne Akku-Anschaffung oft günstiger, dafür bist du ans Kabel gebunden.
Was andere Tests sagen
Ich habe die testberichte.de-Seite zur DRT50ZJX2 selbst gelesen. Dort sind zwei Magazin-Einträge aufgeführt:
- „selber machen“ (Ausgabe 12, Jahrgang siehe Quellen): „sehr gut“ (1,4), Platz 2 von 5. Positiv genannt werden Sicherheitsschalter, Handhabung und Zubehör, negativ die Tiefeneinstellung und die Spannzangengröße.
- „selbst ist der Mann“ (Ausgabe 1, Jahrgang siehe Quellen): „sehr gut“ (1,3), Preis-Leistung „gut“, sieben Produkte im Vergleich. Positiv hervorgehoben werden der flexible Einsatz und exakte Anschläge und Führungen, als Schwäche die etwas aufwendige Montage der Kopierhülse.
Beide Hefte sehen die Maschine also im oberen Bereich. Die genannten Schwächen decken sich mit den Grenzen oben: Die Spannzangen sind auf 6 und 8 mm begrenzt, und die Tiefeneinstellung ist nicht als Feinjustierung beworben.
Für wen ist die Makita DRT50 geeignet?
- Makita-Akku-Besitzer: Du nutzt die vorhandene Energie und sparst Kabelsalat.
- Monteure und Innenausbauer: Beim Arbeiten vor Ort ohne Steckdose zählt ein kompaktes Gerät. Mehr Optionen in der Übersicht Akku-Oberfräsen.
- Kantenarbeiter: Fasen, Abrunden und Bündigfräsen mit Kantenmodul.
Für wen ist sie weniger geeignet?
- Wer keinen Akku besitzt und nur selten fräst: Ein Netzgerät ist günstiger.
- Anwender mit langen Dauerläufen: Der Akku setzt der Arbeitsdauer Grenzen.
- Nutzer großer Fräser: Ohne 12-mm-Aufnahme sind große Profile nicht möglich.
Weitere Modelle der Marke zeigt die Seite Makita-Oberfräsen.
Zwei Alternativen
Bosch GKF 18V-8
Ideal für: Profis im 18-V-Bosch-System, die eine flache Kantenfräse mit Taucheinheit suchen
- Spannung
- 18 V (Bosch Professional System)
- Spannzange
- 8 mm
- Lieferumfang
- Taucheinheit TE 600, Parallelanschlag, L-BOXX
- Zubehör
- Absaugadapter, Spanschutz
- Taucheinheit im Set
- Flache Bauform
- Doppel-LED und Tiefenfeineinstellung
- Akku und Ladegerät nicht enthalten
- Nur 8-mm-Spannzange im Set
Die Bosch ist die Wahl für Nutzer des Bosch-Professional-Systems. Laut Hersteller hat sie die geringste Höhe unter den Kantenfräsen. Die Gegenüberstellung zeigt Makita DRT50 gegen Bosch GKF 18V-8.
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Einhell TP-ET 18 Li BL-Solo
Ideal für: Einsteiger im Power-X-Change-System, die günstig kabellos Kanten fräsen wollen
- Spannung
- 18 V (Power X-Change)
- Hubhöhe
- 40 mm
- Spannzangen
- 6 und 8 mm
- Motor
- Brushless
- Günstiger Einstieg
- Parallelanschlag, Zirkelspitze, Kopierhülse dabei
- LED-Licht und Absaugadapter
- Akku und Ladegerät nicht enthalten
- Nur als Kantenfräse konzipiert
Die Einhell ist deutlich günstiger und bringt Zubehör mit. Sie passt in das Einhell-Akkusystem und ist vor allem für Kanten ausgelegt.
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Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen DRT50Z und DRT50ZJX2?
Beide haben denselben Motor und dieselben Daten. Die Version ZJX2 wird als Set angeboten, die DRT50Z als Solo-Gerät. Welche Module im Set liegen, nennt der Amazon-Titel nicht. Prüfe den Lieferumfang im Angebot.
Welche Akkus passen zur Makita DRT50?
Laut Makita die LXT-Akkus BL1820B bis BL1860B. Akku und Ladegerät sind bei beiden Angeboten nicht enthalten.
Wie hoch ist der Hub der DRT50?
Als Oberfräse 0 bis 35 mm, als Kantenfräse 0 bis 40 mm. Die Eintauchtiefe liegt bei 0 bis 40 mm.
Wie schwer ist die DRT50?
Makita nennt 1,8 bis 2,1 kg inklusive Akku. Das genaue Gewicht hängt vom verwendeten Akku und Modul ab.
Ist die DRT50 für den Frästisch geeignet?
Dazu gibt es keine Herstellerangabe. Für den stationären Einsatz sind Netzgeräte mit größerem Hub und Leistung üblicherweise die bessere Wahl. Hinweise gibt Oberfräse für den Frästisch.
Quellen
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