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Glossar

Vorschub

Der Vorschub ist die Geschwindigkeit, mit der sich Fräser und Werkstück beim Fräsen relativ zueinander bewegen.

Der Vorschub ist die Geschwindigkeit, mit der sich Fräser und Werkstück beim Fräsen relativ zueinander bewegen.

Bei der Handoberfräse bestimmst du ihn selbst: Du schiebst die Maschine am Werkstück entlang. Der Vorschub entscheidet mit darüber, wie dick die Späne werden, wie viel Hitze entsteht und wie sauber die Kante aussieht.

So funktioniert es in der Praxis

Jede Schneide des Fräsers soll bei jeder Umdrehung einen Span abnehmen. Schiebst du zu hastig, werden die Späne dick, die Maschine ruckelt, und das Holz reißt an der Kante aus. Schiebst du zu zögerlich, schabt die Schneide nur über das Holz, statt zu schneiden. Das erzeugt Reibungswärme, und es entstehen Brandspuren, vor allem bei Kirsche, Ahorn oder Buche.

Ein häufiges Missverständnis lautet: „Je langsamer ich fräse, desto sauberer wird das Ergebnis.“ Das stimmt nicht. Ein gleichmäßiger, zügiger Vorschub mit hörbar konstanter Drehzahl liefert in der Regel das bessere Bild als ein vorsichtiges Kriechen. Am Motorgeräusch erkennst du, ob du richtig liegst: Sinkt die Tonhöhe deutlich ab, schiebst du zu stark.

Wichtig ist außerdem die Richtung. Bei der handgeführten Oberfräse schiebst du üblicherweise so, dass der Fräser dem Vorschub entgegenwirkt, also im Gegenlauf. Das gibt dir die Kontrolle über die Maschine. Wie das bei verschiedenen Arbeiten aussieht, erklärt der Ratgeber Gleichlauf und Gegenlauf beim Fräsen.

Abgrenzung zur Zustellung

Der Vorschub läuft seitlich entlang der Fräslinie. Die Zustellung beschreibt dagegen, wie tief der Fräser pro Durchgang ins Material geht. Beide Größen wirken zusammen: Eine große Zustellung verlangt meist einen langsameren Vorschub.

Worauf du beim Kauf achten solltest

Den Vorschub selbst kaufst du nicht, aber die Maschine beeinflusst, wie gut du ihn halten kannst. Eine Elektronik, die die Drehzahl unter Last nachregelt, hilft, wenn der Widerstand wechselt. Ein weicher Anlauf, eine sauber laufende Basis und eine gute Griffposition erleichtern gleichmäßiges Schieben. Wie sich Modelle bei diesen Kriterien unterscheiden, zeigt die Bestenliste der Oberfräsen.

Noch ein Praxishinweis: Auf harten Hölzern und bei stumpfen Schneiden fällt ein zu hoher Vorschub schneller auf, weil die Maschine hörbar kämpft. Fräst du mehrere Durchgänge, bleibt der Vorschub im letzten, flachen Durchgang oft angenehm gleichmäßig. Mach vorab eine Probe an einem Reststück desselben Holzes, bevor du das eigentliche Werkstück anfasst.

Verwandte Begriffe

Redaktion Oberfräse Ratgeber

Wir vergleichen Oberfräsen, Kantenfräsen, Fräser und Zubehör auf Basis von Herstellerangaben, aktuellen Produktdaten und veröffentlichten Tests anderer Redaktionen. Eigene Labortests führen wir nicht durch – wie wir arbeiten, steht offen auf So vergleichen wir.

Zuletzt aktualisiert am 3. November 2026 · Zur Redaktion